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Kulturweg Gelnhausen

 "Schattenspender" und "Sonnenhang"

89. Kulturweg des Archäologischen Spessartprojekts e.V.

 

Fotos von unserer Wanderung am 02.10.2014

 

Am 07. September 2014 wurde ein Kulturweg oberhalb von Gelnhausen eröffnet. Startpunkt ist am Blockhaus. Hier teilt sich der Weg in zwei Schleifen - den "Sonnenhang" eine 4,5 km lange Ost-Süd-Schleife und den "Schattenspender" eine 6 km lange Nord-West-Schleife. Der Kulturweg ist wie immer mit dem Europa-Schiffchen gut ausgeschilder. An markanten Stellen sind auch Tafeln aufgestellt, die auf die Besonderheiten vor Ort hinweisen.

Am 02. Oktober hatten wir uns den "Schattenspender" vorgenommen. Für mich etwas enttäuschend, weil es interessante Punkte an der Strecke eigentlich nur auf den ersten 3 Kilometern gab.

 

 

Die Stundenbank - diese Menge an Holz wächst innerhalb von 1 Stunde im Stadtwald nach

 

 

Das Zollloch - ein merkwürdiger Name für einen merkwürdigen Stein!

Vermutlich stand in dieser Vertiefung ein Zollstock (Pfahl), also eine Stelle nahe einer Grenze oder an einer wichtigen Straßenverbindung, an der Wegezoll fällig wurde. Später brachten die Gelnhäuser hier kleine Opfer - z.B. ein paar Beeren - um einen sicheren Heimweg zu erbitten.

 

 

Der Schülerborn liegt an der Nord-östliche Ecke des Kulturweges.

Vermutlich geht der Name auf "Scheulerborn" zurück. Auf dem Brunnenstein kann man die Zahl 1614 erkennen. Man erzählt, dass sich während des 30jährigen Krieges Gelnhäuser Bürger hier versteckt hätten. Später wurde der Schülerborn zum Ausflugsziel der Frühpartie Gelnhäuser Vereine.

 

Überall an Wegkreuzungen im Stadtwald stehen Findlinge mit der Bezeichnung des Weges.

 

 

Das "Dönges'sche Loch" (im Hintergrund).

An dieser Stelle wurde 1846 der Forstläufer Johann Jakob Dönges von einem Wilderer erschossen.

 

Ein sehr schöner Waldabschnitt führt zum alen Schulfestplatz.

Die Steigungen sehen gemächlicher aus als sie zu gehen sind.

 

 

An einer Wegkreuzung zum "Steinigen Weg" befand sich der Alte Schulfestplatz.

 

 

Zwischen altem und neuen Schulfestplatz kann man etwas abseits vom Weg Hügelgräber finden. Das älteste der Gräber ist ca. 2700 Jahre alt. Zu dieser Zeit lebten in unserer Gegend Kelten, die schon die Nutzung von Eisen gelernt hatten.

Hügelgräber findet man oft an alten Handelsstraßen, die über die Höhenrücken verliefen.

Funde aus den Gräbern kann man auch im Heimatmuseum Gelnhausen finden.

 

 

 

 

So sieht eines der Hügelgräber aus.

 

Der neue Schulfestplatz - reichlich Platz und viele Schutzhütten.

 

Panoramasicht gibt es auf dem Kulturweg nicht, aber ab und zu kann man einen Blick durch die Bäume erhaschen - hier sind es die Windräder auf den 4 Fichten.

 

Nach einigen Kilometern durch dichten Wald hatten wir freien Blick

auf die Westspange und das Industriegebiet von Hailer.

 

Die letzten Kilometer führten durch schönen Wald, aber es fehlten die interessanten Punkte.

 

 

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