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Barbarossastadt Gelnhausen

 

Gelnhausen

Pfarrhof Steitz

 

In der Braugasse 8, unmittelbar neben der Marienkirche, steht ein Haus, das auf das Jahr 1424 zurückgeht - damals "Langenselbolder Hof" genannt. Die Marienkirche (damals "St. Marien") war Kollegiatkirche des Klosters Langenselbold und wurde von dort mit Pfarrern versorgt.

 

- 1424 wurde das Gebäude zum ersten Mal erwähnt - als Quartier für die Altaristen der Marienkirche.  Der Name "Steitz" wird zurückgeführt auf "gestutzt", weil das Gebäude nicht in der geplanten Höhe errichtet werden durfte, um der Marienkirche nicht das Licht zu nehmen.

- 1543 wurde hier die Reformation vollzogen, die Altaristen zogen aus und das Haus diente nur noch als Pfarrhaus.

- 1895 wurde das Gebäude umgestaltet und um den Fachwerkaufsatz erweitert, der aber  die mittelalterliche Architektur verdeckt.

 

1406 steht auf dem Stein im Torbogen.

 

"Anno 1543, den 2. März ward in dem Pfarrhof hinter diesem Torbau der Vertrag vollzogen wonach die Kirchenhoheit in Gelnhausen von dem Kloster Selbold an den Rat der Stadt überging. Damit wurde die Reformation hier förmlich eingeführt."

 

Gudrun Kauck 2015

 

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