*

Auf den Spuren von König Ludwig II.

 

Die Residenz

Stadtschloss der bayerischen Könige in München

- mit Feldherrnhalle und Theatinerkirche -

 

Die Residenz, das Stadtschloss der bayerischen Könige in München

 

Bei unserem Besuch im November 2008 wurden am Königsbau (hinten, verhüllt),

der mit der Fassade zum Max-Joseph-Platz zeigt, Renovierungsarbeiten vorgenommen.

 

Das Eingangstor zum Kapellenhof, einem vom zehn Innenhöfen der Residenz,

wird von zwei bayerischen Löwen bewacht.

 

Prudentia (Weisheit) und Justitia (Gerechtigkeit) sehen alles gelassen.

 

Der Kaiserhof wrkte auf uns bedrückend….

 

… und hatte etwas sehr Unwirkliches - auch durch die bemalten Fassaden.

 

Der Brunnen im Brunnenhof war schon im Winterschlaf.

 

Das Antiquarium ist eines der ältesten Renaissance-Gewölbe Europas

 

Die Einzelheiten dieses großen Saales kann man gar nicht alle erfassen und wahrnehmen -

aber ich habe den Saal schon oft als Filmkulisse gesehen.

 

Die bayerischen Kroninsignien kann man in der Schatzkammer der Residenz im Original besichtigen.

 

Die Krone der Wittelsbacher

 

Nach der Besichtigung der Innenräume wieder zurück auf dem Odeonsplatz.

Auf dem Dach des gelben Gebäudes hatte sich Ludwig II. einen märchenhaften Wintergarten

errichten lassen, der aber nach seinem Tod abgerissen wurde, weil man fürchtete, dass der

eingebaute See nicht dicht sein würde und die Residenz unter Wasser setzen könnte.

 

Hinter dem Arkadenbau befindet sich der Hofgarten.

 

Gemälde gibt es hier sogar im Freien. Diese überdiensionalen Gemälde befinden sich unter

den Arkaden, die den Odeonsplatz mit dem Hofgarten verbinden.

 

Bereits 1385 befand sich an der Stelle der Residenz eine Fluchtburg der bayerischen Herzöge. Ursprünglich eine Wasserburg wurde der Wohnsitz immer weiter ausgebaut und wohnlicher gemacht. Im 16. Jahrhundert entstand das Renaisssance-Schloss, das im 17. Jahrhundert erweitert und ausgebaut wurde. 1729 wurde die Residenz bei einem Brand zerstört.

 

Im 18. Jahrhundert entstanden dann aber wieder Neubauten wie die Grüne Galerie und der Königsbauhof.

 

Mit der Erhebung Bayerns zum Königreich im Jahr 1806 wurde die Residenz als Repräsentationsbau genutzt - ausgebaut wurde das Gebäude aber erst unter Ludwig I. 1825 und 1842. Maximilian II. ließ das Appartement des Königs ausbauen und Ludwig II. führte weitere Verschönerungen im Gebäude aus, die aber zum größten Teil nicht mehr erhalten sein.

Ludwigs 70x17m großer Wintergarten aus Glas und Eisen mit großen Palmen und Tannen wurde 1897 wieder abgebaut, weil er zu schwer für das Gebäude erschien und der See undicht geworden war.

 

Der Hofgarten der Residenz

Wir waren im November in München und konnten unseren Kaffee noch im Freien genießen.

 

Foto: Wikipedia

Die Gartenseite der Residenz mit dem großen Festsaalbau.

 

Der Odeonsplatz im Zentrum Münchens

mit der Residenz (links), der Feldherrnhalle (Mitte) und der Theatinerkirche (rechts)

 

Die Feldherrnhalle wurde 1841-44 erbaut und steht dem Siegestor gegenüber

- dazwischen ca. 1 km Ludwigstraße. Die Halle wurde zu Ehren des bayerischen Heeres errichtet.

 

 

 

 

Am 09. November 1923 fand hier der Hitler-Ludendorff-Putsch statt - es starben 16 Putschisten und 4 bayerische Landespolizisten (siehe Gedenktafel). Hitler wollte mit diesem Putsch die Macht an sich reißen.

Erst 10 Jahre später erfolgte die Machtergreifung der NSDAP, was dann jährlich mit einem Marsch zur Feldherrnhalle gefeiert wurde. Am 08. November 1938 ereignete sich ein Attentatsversuch, als ein Schweizer Hitler erschießen wollte. Am 09. November 1939 ereignete sich eine Sprengstoffexplosion im Bürgerkeller, den Hitler aber kurz vorher verlassen hatte.

 

 

 

Der steinerne Löwe vor der Feldherrnhalle blickt grimmig über den Odeonsplatz und die Ludwigstraße. Dieser Löwe ist der "preußische Löwe" (erkennbar am offenen Maul). Der Löwe auf der anderen Seite

der Halle (geschlossenes Maul) ist der bayerische Löwe. Im Hintergrund das bayerische Armeedenkmal.

 

 

 

Die Theatinerkirche ist die Stiftskirche St. Kajetan des Theatinerordens und die Hofkirche der bayerischen Kurfürsten und Könige.

 

1659 wurde die Kirche im spätbarocken Stil als Dank für die Geburt eines Erbprinzen von der Frau des Kurfürsten Ferdinand Maria, Adelheid Henriette von Savoyen, gestiftet.

 

Der katholische Orden der Theatiner baute ein Kloster bei der Kirche und hatten lange einen guten Ruf als Seelsorger und Gelehrte.

Nach der Säkularisierung des Klosters 1801 zogen kurfürstliche Ministerien in die Gebäude des Kloster ein - die Kirche blieb als Hofkirche erhalten.

 

Das Innere der Kirche ist reichhaltig im Stile des Barock ausgestattet. Beeindruckend der riesige Hochaltar und die vielen bedeutenden Kunstwerke.

 

In der Fürstengruft sind 49 Angehörige der bayerischen Herrscherfamilie Wittelsbach beerdigt - neben den Gruften in der Michaelskirche und der Frauenkirche. Die Herzen wurden traditionell in der Gnadenkapelle Altötting beigesetzt. In der Fürstengruft befinden sich u.a. die Sakopharge von Prinzregent Luitpold von Bayern, Max II. von Bayern (Vater von Ludwig II.) und Otto I. von Griechenland.

 

Gudrun Kauck, 2011

 

 

>> Website Residenz München

 

Anfahrt:

Die Residenz befindet sich im Zentrum Münchens - Odeonsplatz, Residenzstraße, Max-Joseph-Platz

U-Bahn "Odeonsplatz" oder "Marienplatz"

 

Öffnungszeiten: Residenzmuseum und Schatzkammer

1. April - 17. Oktober:    09-18 Uhr
18. Oktober - 31. März: 10-17 Uhr
täglich geöffnet - keine regelmäßigen Führungen (man kann ohne Führung durch die Räume gehen)

 

 

>> mehr über die Schlösser von König Ludwig auf meiner Website

 

 

Copyright © bei www.gudrun-kauck.de

Download und  Weiterverwendung nicht gestattet !

                                                 

 

 

 

>