*

Gudrun’s Reiseberichte mit Fotos

 

VENEDIG 2009

3. Tag – Donnerstag 02.04.2009

1. Teil

 

Insel Murano – Palazzo Mocenigo – Ca’d’Oro – Santa Maria dei Miracoli

 

 

 

Ab dem Fundamente Nuovo, nur wenige Gehminuten von unserem Hotel entfernt, fuhren wir schon früh morgens zur Insel der Glasbläser und Glasfabriken – nach Murano. Die Fahrt dauerte nur ca. 15 Minuten und als wir in Murano ankamen, war dort alles noch still und wirkte wie unbewohnt.

Auf den ersten Blick sieht es aus wie Venedig – nur kleiner, überschaubarer und nicht so prächtig verziert.

 

Bewohnt wird die Insel von ca. 5000 Menschen, zu denen täglich noch viele Pendler von Venedig und vom Festland herüber kommen. Viele arbeiten in den großen Glasfabriken, die es hier an fast jeder Ecke gibt. Murano war im 13. Jahrhundert besiedelt worden, weil die Glasfabriken mit ihren Schmelzöfen in Venedig zu gefährlich geworden waren und es für die Stadt Venedig nichts schlimmeres als Brände geben konnte. Die Insel hatte den Vorteil, dass man nicht nur den Feuerteufel gebannt hatte, sondern auch, dass man das Geheimnis der Glasherstellung so besser unter Kontrolle hatte.

 

 

Dass man mit der Herstellung von Glas viel Geld verdienen konnte,

sieht man an diesem prächtigen Palazzo auf Murano.

 

Der Palazzo Giustinian beherbergt heute das Glasmuseum der Insel.

Hier erfährt man alles über die Herstellung von Glas und sieht, wie lange es schon Glas gibt.

 

Die Basilica di Santa Maria e Donato

 

Die Kirche stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist im venezianisch-byzantinischen Stil erbaut.

 

Der Campanile steht auf dem Campo San Stefano

davor steht eine große blaue Glas-Skulptur

In diesem idyllischen Hinterhof hatten wir eine Glasbläserei gefunden. Hier konnten wir zusehen wie eine schöne Kanne entstanden ist. Sehr beeindruckend!

 

Der Canale del San Lorenzo mit den vielen bunten Häusern

 

 

So sieht ein leeres Vaporetto aus J

Auf der Rückfahrt mit der Schnellbootlinie 5 nach Venedig waren wir fast die einzigen Fahrgäste

 

Da es angefangen hatte zu regnen, haben wir uns entschlossen, die Palazzi-Tour an diesem Tag zu machen. Da waren wir nämlich im Trockenen!

 

Begonnen haben wir die Besichtigungs-Tour mit dem Palazzo Mocenigo in unmittelbarer Nähe der Haltestelle San Stae.

Dieser Palast gehört heute der Stadt Venedig und wurde in den letzten Jahren für Besucher geöffnet. Interessant am Palazzi Mocenigo ist, dass er im Innern komplett aus der Zeit des 17. Jahrhunderts erhalten ist. Die Räume sind weitgehend original möbliert und man sieht auch die passende Kleidung aus der Zeit.

Wir fühlten uns wie in einer ganz anderen Zeit. So muss es in Venedig damals ausgesehen haben.

 

Die Familie Mocenigo war eine der bedeutenden Familien von Venedig. Ihre verschiedenen Familienzweige bewohnten vier verschiedene Palazzi in der Stadt.

 

Wir können einen Besuch des Museums Palazzo Mocenigo nur empfehlen.

Das Haus ist nicht ganz einfach zu finden, weil seine Fassade nicht zum Canal Grande ausgerichtet ist, sondern versteckt in einer Seitengasse. Unser Foto zeigt die Wasserseite des Hauses (links mit Balkon), die auch nicht sofort ins Auge fällt.

 

 

Wie in vielen Museen in Venedig herrscht auch hier „Guck e’mal“-Verbot J

 

 

Mit dem Vaporetto wechselten wir auf die andere Kanal-Seite und setzen unsere Besichtigungstour

mit dem Ca’d’Oro (Goldenes Haus) fort.

 

 

 

Vergoldete Steinmetzarbeiten und Bemalung mit Ultramarin waren einst die leuchtenden Merkmale dieses Palastes. Es ist der einzige Palast in Venedig, der nicht nach der Besitzerfamilie (Contarini), sondern nach der Gestaltung benannt ist. Man vermutet, dass der Palast nicht vollendet wurde, denn eigentlich müssten die Loggien mit den aufwändigen Verzierungen spiegelbildlich auf der rechten Seite nochmals zu finden sein.

 

Im 19. Jahrhundert kam der Palast in den Besitz eines russischen Fürsten, der schwerwiegende Veränderungen an dem Gebäude vornehmen ließ – die Freitreppe wurde abgerissen und die Marmorfassade entfernt. Später kaufte Baron Franchetti das Gebäude und ließ es in die ursprüngliche Form zurückversetzen. Er vermachte 1916 das Gebäude samt Gemäldesammlung dem italienischen Staat.

 

 

Von der ursprünglichen Bausubstanz ist innen nicht mehr viel zu erkennen, denn es ist eine große Gemäldesammlung darin untergebracht – die Sammlung der Galleria Franchetti mit Gemälden von Montegna, Tizian, Vivarini, Bellini, Guardo, Tintoretto usw.

 

 

 

Das Eingangsportal des Ca’d’Oro zum Canal Grande hin – hier konnten die Gondeln anlegen und die Besucher trockenen Fußes ins Haus gelangen. Außerdem gibt es auf dieser unteren Ebene noch einen kleinen Lustgarten. Früher waren hier auch die Lagerräume.

 

 

 

Im oberen Geschoss gibt es eine verglaste Loggia, von der aus man einen sehr schönen Blick auf den

Canal Grande und seine Paläste hat.

 

 

Vor dieser malerischen Kulisse mussten wir natürlich auch ein Foto machen.

 

 

 

 

Zu Fuß führte uns unser Weg dann über die Strada Nuova, einer der wenigen breiten Straßen in der Stadt, und den Campo die SS. Apostoli. Hier gibt es auch einige interessante Geschäfte und das eine oder andere Mitbringsel wollten wir ja schließlich auch besorgen.

 

Über den Campo Santa Maria Nuova gelangten wir schließlich zur Kirche Santa Maria dei Miracoli, einer kleinen, aber bei den Venezianern sehr beliebten Kirche. Die Kirche wurde an der Stelle erreichtet, an der im 15. Jahrhundert ein wundertätiges Marienbild gestanden hatte. Heute ist die Kirche hauptsächlich als „Hochzeitskirche“ bekannt.

 

Die Fassade der Kirche besteht aus verschieden-farbigem Marmor. Die farblichen Nuancen gehen über Rot durch alle Schattierungen bis hin zu tiefen Grün.

 

 

Der Standort der Kirche ermöglichte es uns nicht, ein komplettes Foto zu machen –

Es ist hier einfach zu eng!

 

 

Laufen und Besichtigen ist anstrengend! Eine kleine Kaffee-Pause auf dem Campo Santa Marina tut da nicht nur den gequälten Füßen gut. Obwohl es immer noch ein bisschen regnete, war es nicht kalt und wir konnten ohne zu frieren draußen sitzen und Expresso und „Cafe Americano“ genießen. Nach der Pause zog es uns dann wieder zum Markusplatz. Der Regen hatte nachgelassen und vom Campanile würden wir sicher eine gute Aussicht genießen können.

 

 

 

 

 

Und hier wieder unsere Fährten durch Venedig:

rot – nach Murano    blau – Palazzi-Tour     grün – Einkauf und Campanile

 

 

Gudrun Kauck 2009

 

 

>>> weiter zum 2. Teil des 02.04.2009 – „Venedig von oben“

 

>>> zurück zur Übersichtsseite „Venedig 2009“

 

 

Copyright © der Fotos auf dieser Seite bei http://www.gudrun-kauck.de/ und http://www.susanne-kauck.de/

Download und Weiterverwendung nicht gestattet !

Bei der benutzten Straßenkarte handelt es sich um ein „antikes“ Stück aus den 1970-ern, das über keinerlei © verfügt.